Erst letzte Woche hatte excitingtravel.de über die Bemühungen von FastJet aus dem Vereinigten Königreich berichtet, eine neue low-cost Fluglinie zu launchen, und das sogar – vielleicht - auf der Langstrecke.
Nun mehren sich Presseberichte, dass der norwegische Niedrigpreisflieger Norwegian genau dies plant.
Norwegians CEO Bjoern Kjos hat über AP bekanntgegeben, dass seine Fluglinie als erste europäische Gesellschaft mit low-cost Prinzipien die Langstrecke über den Nordatlantik bzw. nach Asien bedienen wird, und zwar Routen nach New York und nach Bangkok.
Kjos sieht in den asiatischen Fluggesellschaften die Hauptkonkurrenten für die europäischen Airlines, wie er AP im Interview erläutert, und möchte den lukkrativen Markt der Langstrecke nicht kampflos abschenken:
“In 10-15 years, the number of passengers flying from the East to Europe will be significantly larger than that the total number of passengers flying within Europe,” Kjos told AP at Arlanda Airport, one of Norwegian’s four Nordic hubs. “Our future competition will be the Asian companies”
Zu diesem Zweck hat Norwegian bereits sechs Dreamliner Boeing 787 geordert. Dieser Flugzeugtyp ist genau das Flugzeug, welche point-to-point Verbindungen, wie sie Low-Cost Carrier nutzen (im Gegensatz zu den „Hubs“-Verbindungen alteingesessener Airlines, preisgünstig bedienen kann. Die 787 ermöglicht mit ihrer Reichweite und Energieeffizienz sowie ihrer Bestuhlung (210 – 250 Passagiere) genau diese Art des Fliegens auf der Langstrecke – offenbar sogar mit norwegischen Gehältern und Steuern. Denn auf der Langstrecke, so weiss die Süddeutsche, "(kann) auf Langstrecken sehr schnell sehr viel Geld verloren gehen" - aber im Umkehrschluss auch verdient werden. Zudem sind die Langstreckenverbindungen von z.B. Oslo oder Stockholm nach den USA sehr übersichtlich.
Norwegian bedient mit 61 Maschinen momentan ganz Europa mit Basen in Skandinavien und dem Schwerpunkt auf Verbindungen von Mittel- und Südeuropa nach Norwegen und Schweden, unter anderem in direkter Konkurrenz zu Platzhirsch SAS auf Europas inländischen Rennstrecken wie Bergen - Oslo. Die bestellten 787-8 stammen teilweise aus einer übernommenen Order von Icelandair.


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