Interessant, dass die meisten Ideen und StartUps der Reiseindustrie nicht aus der Reiseindustrie kommen: Konsequent, nach airbnb und der homecompany ist es nur, dass mit onefinestay nun ein Anbieter für das hotelartige Buchen von Wohnungen für Übernachtungen sich ebenfalls auf dem touristischen Markt, in Europa momentan in London, versucht.
Onefinestay ist im Prinzip ein airbnb für Leute mit einem höheren Übernachtungsbudget. Im Angebot sind Apartments eher in Chelsea als in East London. Wenn onefinestay auch in Berlin aufmacht, gibts dann Wohnungen in Charlottenburg und Dahlem anstelle von Friedelhain und Kreuzberg.
Laut dem Blog bootstrapping ist onefinestay, welches auch in New York Wohnraum vermittelt, mit vier Millionen Dollars von index ventures finanziert. Die Webseite macht einen entsprechend wertigen Eindruck, der zu buchende Wohnraum ebenso.
Wie beschreibt onefinestay sein Angebot:
"In unserem Katalog befinden sich bereits über 400 einzigartige und individuell eingerichtete Häuser und Wohnungen. Diese geben einem das Gefühl, mehr ein Teil der Stadt als nur ein Tourist zu sein. onefinestay bietet eine alternative Art des Reisens an, wobei man die Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennen lernen kann."
Im Englischen wird das markengeschütze Wort "unhotel" kreirt und genutzt, so setzt sich onefinestay auch sprachlich von den bisherigen Anbietern ab: "So there's this new thing: the unhotel. And we're it".
Der touristische Übernachtungsmarkt in Städten wie London gibt für dieses Geschäftsmodell sicherlich die Nutzergruppe her, gerade bei den hohen Preisen bzw. dem teils lausigen Standard der Londoner Hotels. Nimmt man die Übernachtungspreise und die gezeigten Appartments bei onefinestay als Vergleich zu den Hotels, so scheint das Preis-Leistungsverhältnis deutlich besser.
Für mich scheint ein Erfolgsfaktor für das StartUp, dass eine Stadt einen hochpreisigen Markt aufweist, sowohl an Besuchern als auch an Wohneigentümern, der auch Privatleute mit den entsprechenden Imoobilien dazu animiert, ihr Eigentum tageweise zu vermieten.


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