Diese Woche liegt bei mir der Schwerpunkt meiner Artikel unzweifelhaft auf dem wunderbaren Kontinent Afrika, auch aus persönlichen Gründen. In loser Folge wird es auf exciting travel nun immer wieder Beispiele für Nischenanbieter zum Thema "Afrika und Reisen" geben.
Reisetechnisch und innovationsmässig liegt hier noch sehr viel ungehobenes Potenzial - aber zugegeben, wie es heben, wenn Afrika nach wie vor nur drei Prozent des weltweiten Reiseaufkommens auf seine Destinationen generiert. Das macht es für jede spezifische Start-Up Idee schwierig, einen vernünftigen Business Case zu errechnen.
Um so schöner, dass es dennoch Unternehmen gibt, die sich auf das schwierige Feld des Afrikatourismus fokussieren. Wie zum Beispiel flyafrica aus Köln. Hier wird versucht, für den ethnischen Reiseverkehr als auch für den touristischen Traffic eine Plattform zu bieten: Spezialisiert wird sich auf den Flugverkehr nach Afrika. Dass dieser steigt, beweisen nicht nur neue Destinationen der Fluggesellschaften (Lufthansa, KLM-Air France und Brussels erhöhen ihre Frequenzen und führen neue Ziele ein) sondern eben auch Nischenabieter wie flyafrica.
Interessanterweise steigen auch die Flugverbindungen innerhalb Afrikas (Ethiopian als auch South African sind hier sehr aktiv), und die erste afrikanische Billigfluglinie steht kurz vor dem Start.
Wenn man die These aufstellt, dass der Flugverkehr - nach den Backpackern - die touristischen Pfadfinder sind, bevor die "Massen" ein Ziel entdecken, dann lässt dies hoffen für das touristische Afrika. Oder auch fürchten, siehe das durch den billigen Massentourismus runierte Ziel Goldküste Kenia.


Eine Rechenaufgabe zum Flugaufkommen:
Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt liegt in Deutschland (eine der Top-5 reichsten Nationen) bei jährlich knapp über 24.000 Euro:
Da können noch so viele "Billig-Linien" abheben, für die meisten Leute wird auch ein Flug nach, sagen wir Südafrika, primär unerschwinglich bleiben, so günstig es auch werden mag.
Und: Für 30 Euro wird keine Airline nach Afrika fliegen, das funktioniert nur bei Mallorca ;-)
Und wenn sich viele Deutsche nicht mal eine Woche "Kongo + Safari" leisten können, immerhin sind sie eine der reichsten Nationen (und noch dazu Reiseweltmeister), wie soll sich dann jemand anders dsa leisten können?
LG
Kommentiert von: Lelala | 11. August 12 um 17:16 Uhr