Was macht man eigentlich als Internet Booking Engine, wie z.B. Expedia oder Kayak, die vermutlichen einen Riesenbatzen an Marketingbudget für SEA ausgeben (sprich: für Google Adwords), sich damit aber vollkommen abhängig von den Regeln und Bestimmungen oder den Launen eines Quasi Monopolisten machen, nämlich von der Websuche des Anbieters Google?
Was geschähe, wenn z.B. Expedia auf einmal gegen irgendwelche Google Regeln verstossen würde, und Google das Adwords Konto sperren liesse? Das ist nur hypothetisch, aber Expedia würde von einem Tag auf den anderen, sehr plötzlich und schlagartig, ein wesentlicher Anteil des Umsatzes verloren gehen. Ohne, dass man eine alternativen Kanal bespielen könnte.
Einige Reiseanbieter haben diese Gefahr einer totalen Abhängigkeit nun erkannt, und haben sich zu einer Organisation zusammengeschlossen. Gemeinsam mit einigen anderen Unternehmen, die vollkommen selbstlos mit von der Partie sind, zum Beispiel Microsoft, Nokia, Oracle oder das polnische eBay, Allegro, möchte man (politische?) Aufmerksamkeit erzielen und eine Art Wachhund für Google sein.
Die Organisation heisst fairsearch.org und wirbt auch um unsere Sympathie als Nutzer und Webbürger:
"Google controls 94% of the search market in Europe and made over 28 billion euros using your personal data to sell targeted advertising in 2011. With so much at stake, it’s time to ask: Can Google be trusted?"
fairsearch.org ist sicherlich ein ehrenvolles Vorhaben, wenn auch nicht motiviert durch den Dienst an der Menschheit, aber wer wird schon so kleinlich urteilen wollen. Klar ist, ein Monopol in einem solch zentralen Sektor des Internets wie der Websuche ist für niemanden gut, die Frage sollte demnach lauten: Was kann man dagegen tun? Bisher haben sich im Web oft Nischen, Spezialisierungen und Inseldienste durchgesetzt. Wieso gibt es noch keine spezialisierte Suche, z.B. für den Reisesektor?
Weil auch hier der momentane Fastmonopolist den Markt beherrscht, und das auch der Tatsache geschuldet ist, dass er ein sehr gutes Produkt anbietet.
Im Prinzip kann die Lösung für fairseach.org nur heissen, ein konkurrenzfähiges und gutes Gegenprodukt auf den Markt zu bringen. Bis dahin ergeht sich die Organisation in Warnungen vor Google. Heute war due US-Präsenz der Organisation übrigens offline. Ich habe fairsearch.org Europe gefunden - per Google.


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